Some things just don’t work out as planned - Manchmal haut es einfach nicht so hin, wie man denkt.

Gemäß dem Aufruf des changemakersxchange zum Thema „Pitch your failure“ möchte ich heute berichten, was bei uns nicht so läuft, wie wir uns das gedacht haben. Neben der erfolgreichen Gründung eines Vereines samt Gemeinnützigkeit und der sonst erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen vier Personen an vier Orten und vielen gewinnbringenden Learnings versuchen wir bisher erfolglos unsere Crowdfundingkampagne an den Start zu bringen.Darüber möchte ich reden. Innerhalb von knapp vier Wochen wollten wir im vergangenen Oktober unsere Crwodfundingkampagne an den Start bringen. Mal so nebenher. Und damit sind wir, das kann man Stand Mitte Februar 2019 sagen, erfolgreich gescheitert. Eine ehrliche Aufarbeitung dieses Scheitern möchte ich Dir, der du auf diesem Gründerblog gelandet bist (herzlichen Willkommen!), nun mitteilen.

Der Plan war, wie schon oben angedeutet, neben Haupttätigkeit, die bei unserem Team das Studium oder die Ausübung eines Berufes plus x weitere Projekten umfasst, ein Crowdfunding zu planen und durchzuführen. Neben diversen weiteren Aufgaben in unserem Projekt haben wir, habe ich (!) diese Aufgabe schlichtweg unterschätzt. Geplant als eine von vielen Maßnahmen zur Geldakquise um unserer Projekt umzusetzen, sollte Crowdfunding eine von vielen Möglichkeiten darstellen. Mit der Zeit wurden die Alternativen weniger, das Crowdfunding mehr im Fokus, aber dennoch nicht weniger prekär. Ein Video war gedreht, mitsamt dem Erwerb eines kleinen Fotostudios eines unserer Teammitglieder, da er es auch für andere Projekte nutzen möchte. Einzelaufgaben stellten sich aber als aufeinander folgend und nicht parallel bearbeitbar dar, da zum Beispiel erst eine rechtliche Struktur nötig ist, um die Gemeinnützigkeit zu beantragen, um dann ein Vereinskonto zu erstellen. Zudem stellte sich das Schneiden des Videos samt Suche nach Künstlern für die Musikerstellung als problematisch da. Das Video wurde geschnitten (Vielen Dank an Daniel), wir waren allerdings noch nicht vollends zufrieden, weil auch das Videomateriel, indem hauptsächlich wir vier zu sehen waren - sagen wir mal so - nicht meterweise Material zur Auswahl stellte. In der Folge war unser Cutter allerdings wieder in neue Projekte eingebunden und die Kommunikation lief von unserer Seite leider aufgrund von anderweitiger Verplfichtungen nicht nur über eine Person, sonder drei, was bei der Kommunikation mit externer Zusammenarbeit nicht die beste Variante ist.

Fehlendes Geld

Zudem ist stets wieder die Frage nach dem lieben Geld . Schneiden und Musik produzieren bzw. Lizenzen erwerben kostet Geld. Dieses ist aktuell rar bei uns und wir möchten aus eigener Hand, geprägt durch einige Rückschläge, nicht selbst alles vorschießen und das Risiko alleine tragen.. Wo bleibt da die Risikobereitschaft eines Gründers, möchte man sich da fragen? Beantworten möchte ich dies wie folgt: Jeder von uns leistet einen gewissen Beitrag für regelmäßige Treffen, Zugfahrten (ab Herbst 2018), Homepage- und E-Mail Domäne, Vereinsgründung und Projektmanagement Plattform und Coaching. Ich sehe das als sinnvolle Investition in das Projekt und den Erwerb neuer Fähigkeiten und Arbeitsweisen. Aber: Mit zunehmenden Absagen und wachsendem, kritischen Feedback zu unserer Projektidee (à Wieso sollte eine große Zahl von Menschen Größer 10.000 eure App regelmäßig benutzen?) möchten wir nicht einfach mal einen hohen, vierstelligen Betrag vorstrecken bzw. können uns dies in unserer momentanen Lebensphase auch einfach nicht leisten ohne größere Abstriche zu machen.

Welche Tipps kann ich geben?

Jedes Projekt ist individuell und die Fähigkeiten im Team sind jedes Mal anders verteilt. Deshalb stellt sich die Durchführung von Crowdfundingkampanien für unsere Teamkonstellation sicherlich als unterschiedlich anspruchsvoll dar. Meine Learnings sind, dass es so oder so viel Aufwand ist und man in der Planung und Fokussierung viele Ressourcen einplanen sollte. Folglich ist es sicher sinnvoll für Crowdfunding (1) Menschen mit Vorerfahrungen im Boot zu haben (2) Fähigkeiten oder Kontakte beim Filmen, Schneiden usw. zu haben und (3) mehr Woman- und Manpower, dies „neben dem laufenden Geschäft” zu realisieren.

Wie geht es weiter?

‘I don’t know’ ist die ehrliche Antwort. Wir werden sehen, ob oder wann wir an den Start gehen werden. Eine andere Prognose wäre aufgrund der bisherigen Erfahrungen und Entscheidungen des „immer wieder Vertagens“ nicht angemessen. Da es sonst (außer Finanzierung, aber das kennen wahrscheinlich viele Gründer) rund läuft, ist das stetige Vertagen und „Termine reißen“ keine schöne Erfahrung. Falls ich mit dem Teilen dieses Beitrages einer Person oder einem Projekt zu positiven Impulsen verhelfen kann, hat sich das Verfassen dieses Beitrages gelohnt. Für mich persönlich habe ich gelernt, dass Rückschläge zum Leben dazugehören und man diese durch neue Ideen und Projekte schneller überwinden kann. Deshalb kann man diese Erfahrung letztlich nur annehmen, akzeptieren und sich nicht mehr die Stimmung davon vermiesen lassen. Gemäß dem Motto „Neuer Tag, neues Glück“, was etwas lapidar daher kommt, aber einen wahren Kern in sich trägt.

Beste Grüße,

Euer Dominik

Dominik Hahn

Er ist der Organisations-Dude.